Ju-Jutsu

Was ist Ju-Jutsu?

Ju-Jutsu ist eine moderne Kampfkunst die Mitte der sechziger Jahre in Deutschland entstanden ist. Übersetzt heißt Ju-Jutsu „Ju“ = sanft, „Jutsu“ = Kunst oder nachgeben“.


1967 wurden mehrere Meister in verschiedenen Kampfkünsten vom Bundesinnenministerium beauftragt, die besten Techniken aus Aikido, Judo und Karate zu einem neuen, effektiven,
stilübergreifenden System der waffenlosen Selbstverteidigung für Polizei, Zoll, Justiz sowie weitere Streitkräfte zusammenzustellen.
Aus Aikido hat man die Wurf- und Hebeltechniken entnommen. Der ausgeprägte Fall- und Bodenbereich stammt aus dem Judo.
Die schnellen Atemis (Schlag- und Tritttechniken) führen zum Karate zurück. Da die Techniken sehr leichtfüßig ausgeführt wurden, nannte man es „sanfte Kunst“ und daher ist die Sportart für Jung und Alt geeignet.
Anfang der Achtziger Jahre hat man das leistungsorientierte Wettkampfsystem ins Leben gerufen, das Ju-Jutsu Fighting. Der eigenständige Verband „DJJV“ (Deutscher Ju-Jutsu Verband) wurde 1990 gegründet.
Im Jahre 2000 wurden noch mehr neue Techniken von anderen Kampfkünsten aus aller Welt hinzugefügt. Es wurde unter anderem Thai-, Kickboxen, Ringen, brasilianisches Jiu-Jitsu,
Boxen sowie chinesische und philippinische Kampfkünste mit integriert. Aus den philippinischen Künsten wurden Messer- und Stockabwehr entnommen. Ju-Jutsu kann man deswegen auch den Zehnkampf des Kampfsports nennen.

Selbstverteidigung vs Wettkampfsport?

Der Kampf- und Sportclub Hanau vertritt die Philosophie, dass nur ein guter Wettkämpfer auch ein Meister der Selbstverteidigung ist.
Während in vielen Kampfsport-Vereinen zum Teil lediglich die trockene Selbstverteidigung angeboten wird, geht der KSC einen wettkampflastigen Weg.
Durch Selbstverteidigungskurse und das reine Erlernen von Techniken, ohne diese wirklich angewendet zu haben kann man nie wissen, ob diese im Ernstfall funktionieren.
Das Körpergefühl, das Timing, der richtige Instinkt und die Schnelligkeit der Augen, die in einer Selbstverteidigungssituation benötigt werden kommen nicht durch das Stumpfe abhandeln verschiedener Techniken und dem Teilnehmen an Gürtelprüfungen.
Aus diesem Grund fördern wir unsere Nachwuchsathleten:innen direkt mit spielerischen, lockeren Kämpfchen. Sie erlernen die notwendigen Skills, die sie in einer potentiellen Gefahrensituation benötigen, um einen kühlen Kopf zu bewahren und richtig zu handeln.
Früh geht unser Jugendtrainerteam mit den Kids zu verschiedenen Wettkämpfen in Deutschland. Hier können die jungen Kämpfer:innen ihr Erlerntes in einem geregelten, sicheren Umfeld austesten.
Für ehrgeizige und zielstrebige Sportler:innnen, die sich für die Kampfkunst des Ju-Jutsu interessieren und in diese hineinwachsen wollen, ist der KSC der richtige Verein.
Das Erwachsenenteam ist unter der Führung von Trainer Jens Gottwald auf verschiedenen nationalen und internationalen Wettkämpfen erfolgreich unterwegs. Hier gehts zu unseren -Erfolgen-.

Ist Ju-Jutsu Fighting gefährlich?

Nein!
Beim Ju-Jutsu Fighting geht es um ordentliche, saubere Techniken. Durch Treffer, Würfe und den geregelten Bodenkampf bekommt man Punkte und gewinnt einen Kampf.
Dies findet alles im Halbkontakt statt, es geht also nicht darum, dem Gegner einen Knockout zu verpassen!

Natürlich kann es beim Kämpfen mal zu dem ein oder anderen Kratzer kommen. Doch diese sind im Normalfall lediglich oberflächlich.
Das Verletzungsrisiko ist bei anderen Sportarten wie zum Beispiel dem Fußball um einiges höher.

Im Gegenteil, Ju-Jutsu ist gesundheitsfördernd!
Durch die abwechslungsreiche Bewegung, die Kombination von Schnelligkeit, Kraft, Balance und körperbeherrschung erfährt der/die Sportler:in ein ganzheitliches Full-Body Workout und verbessert sein Körpergefühl.
Durch die traditionelle Lehre der Kampfkunst wird Respekt vor seinen Mitstreitern und den verhältnismäßigen Umgang mit denselben erreicht.
Jeder ist sich seiner Kraft bewusst und geht dementsprechend locker und vorsichtig mit seinen Sportskollegen um.